Katholische Pfarrei St. Ulrich Öflingen
Heute: Hl. Nikolaus von der Flühe, Einsiedler, Friedensstifter - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Flurkreuzweg in Öflingen

Die Entstehungsgeschichte des Öflinger Flurkreuzwegs.

Idee und Auslöser 

Bildstele des Öflinger Flurkreuzwegs: Jesus wird zum Tod verurteiltDie Arbeitsgemeinschaft (AG) Öflinger Dorf- und Wegkreuze betreut unter der Leitung von Werner Probst seit vielen Jahren die Kreuze auf der Gemarkung Öflingen. Diese Kreuze sind schon seit Jahrhunderten Zeichen des Glaubens und laden zu Momenten der Besinnung im Alltag ein.

Im Rahmen dieser Arbeit entstand die Idee zum Bau eines Flurkreuzwegs vom Bildstöckle der Dreimal-Wunderbaren Mutter zur Mariengrotte am Humbel. Die Realisierung einer solchen Idee lag aber weit jenseits der Möglichkeiten der Arbeitsgemeinschaft Öflinger Dorf- und Wegkreuze, die auch für den Unterhalt der Wegkreuze auf die Unterstützung von Spendern angewiesen ist.

Seit Generationen ist es ein Anliegen der Familien Denk die Insignien unseres Glaubens zu erhalten bzw. neu zu errichten und damit die Grundlage unsere Kultur zu pflegen.

Zeugnisse dieser Einstellung finden sich an mehreren Stellen in unserer Pfarrei (Mariengrotte, Josefskapelle, Orgel , Glocken, Krippe u. a. m.).

Nachdem der Wunsch aufkam, einen Kreuzweg zu gestalten, war es ausdrücklicher Wunsch der Familie, diesen bleibend zu gestalten, also ein Material zu verwenden, das eine gewisse Zeit überdauert und somit weiteren Generationen zur Orientierung dienen sollte.

Ein nach dem Vorbild des Kreuzwegs bei Bierbronnen, Stadt Weilheim inspirierter Entwurf wurde favorisiert.

Die Finanzierung wurde zugesagt und damit grünes Licht für die Realisierung gegeben.

Vorbereitungen 

Ein Teil der Bronzereliefs auf den Bildsäulen Ohne Erfahrung, jedoch optimistisch und engagiert ging Werner Probst an die Aufgabe. Kreuzwege in der näheren und weiteren Umgebung wurden besichtigt; vor allem Flurkreuzwege, die in neuerer Zeit erstellt wurden - so in Niedergebisbach mit Günther Thomann und seiner Frau und auf dem Lindenberg.

Örtliche Bauunternehmer und Handwerker wurden um Unterstützung gebeten und so nahm das Projekt immer mehr Form an. In der letzten Januarwoche 2006 fand eine Präsentation im Pfarrheim Öflingen statt. Etwa ein Dutzend Muster von Kreuzwegstationen standen zur Auswahl, Bilder und Fotos wurden gezeigt. Auf einem Lageplan war der Verlauf der Kreuzwegstrecke eingezeichnet.

Bei dieser Präsentation kristallisierte sich ein Kreuzweg in Granit mit Bronzerelief als Ideallösung heraus. Dies führte jedoch zu einer erheblichen Erhöhung der Kosten gegenüber der ursprünglichen Konzeption.

Nach einem weiteren Gespräch mit den Sponsoren, wurden auch die Kostenerhöhungen abgesegnet.

Voraussetzung für die Realisierung des Kreuzweges war auch die Zustimmung der einzelnen Grundstücksbesitzer. Das Projekt fand jedoch auch hier breite Zustimmung. Auftretende einzelne Schwierigkeiten konnten durch Wald- und Landkauf der Brennet AG gelöst werden.

Die Realisierung des Flurkreuzwegs 

Nach  Abschluß der Rodungsarbeiten werden die Fundamente gelegtUm den Kreuzweg wie geplant errichten zu können, mussten Wege verbreitert und saniert, der Wald durchforstet und gesäubert werden. Parallel zu den Arbeiten am Kreuzweg wurde die Neugestaltung der Mariengrotte am Humbel in Angriff realisiert.

In dieser Phase waren die Unterstützung durch den Schwarzwaldverein, den Bauhof der Stadt Wehr, betroffene Waldbesitzer und Mitarbeiter der Brennet AG insbesondere Herrn Reiner Jost, der mit der Koordination der Arbeiten beauftragt war eine große Hilfe.

Ein Holzmodell auf dem Außengeläde des Steinmetz PeduzziMehrere Entwürfe für die Gestaltung der Säulen wurden vom Steinmetz Peduzzi in Rickenbach angefertigt, ein Holzmodell des Entwurfs war während einiger Wochen im Pfarrheim Öflingen zu sehen.

Für die acht mit je ca. 4 Tonnen schweren Säulen waren etwa 100 Tonnen Rohmaterial, Schwarzwaldgranit von der Hornisgrinde erforderlich.

Granitblöcke warten im Wald an der Hornisgrinde auf ihren AbstransportDen guten Beziehungen von Jürgen Peduzzi zu Gründstücks- und Waldbesitzern um die Hornisgrinde ist es zu verdanken, dass Rohgranitblöcke in dieser Menge beschafft werden konnten. Die Blöcke - der größte Block wog ca. 17 Tonnen - wurden mit Kränen auf Tieflader verladen und zur weiteren Bearbeitung nach Rickenbach transportiert.

Bromzerelief von Walter Mellmann: Jesus wird ans Kreuz geschlagen des Öflinger FlurkreuzwegsDie Wahl der Bronzereliefs für die 15 Stationen, fiel auf einen Entwurf des freischaffenden Künstler Walter Mellmann aus Osnabrück mit Figuren von ca. 30 x 30 cm, die in der Gießerei Pohlenz, Kevelar gegossen und vom Steinmetz Peduzzi ebenso wie die Beschriftung montiert wurden.

Die in Öflingen ansässige Baufirma Lüber erstellte die Fundamente und übernahm in Zusammenarbeit mit dem Steinmetz die Aufstellung der Säulen, was sich infolge der Topographie als eine nicht einfache Aufgabe erwies. Nach Errichtung der Säulen, wurde auch die direkte Umgebung durch Sichtmauerwerk, Schotterschüttungen und Bepflanzung gestaltet. Diese Arbeiten erfolgten in Zusammenarbeit zwischen Steinmetz, Bauunternehmung und der AG Öflinger Dorf- und Wegkreuze.

Abtransport der fertigen Stelen auf einem Tieflader der Firma Lüber Zusammenbau der Stelen am neuen Kreuzweg Informationstafel am Wehratalweg

Der Flurkreuzweg ist auch Teil des Wehratal Erlebnispfades und dient als konkretes Beispiel der christlichen Tradition im vorderen Wehratal. Zwei Informationstafeln zu diesem Thema wurden jeweils an der ersten und letzten Kreuzwegstation in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Reinhard Valenta, Leiter des Kulturamtes der Stadt Wehr erstellt.

Einweihung 

Einweihung des Flurkreuzwegs am Palmsonntag 2007Am Palmsonntag, den 01. April 2007 hat Stadtpfarrer Matthias Kirner den Kreuzweg unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht (siehe 2007 Einweihung Flurkreuzweg).

Es ist unser aller Wunsch, dass diese gesegnete Städte in Verbindung mit dem Bildstöckle Dreimal - Wunderbare - Mutter und der Mariengrotte am Humbel Menschen immer wieder neu zum Gebet einlädt.

Ziel und Ende des Flurkreuzwegs: Die Lourdes Grotte am Humbel nach der Neugestaltung der Außenanlagen Das Gebet am neuen Kreuzweg und an der Humbelgrotte möge die Menschen immer wieder aufs Neue stärken, ihnen in schwierigen Lebensphasen Hilfe sein und ein Segen für unser Dorf, unsere Pfarrgemeinde, unsere Seelsorgeeinheit und alle Menschen in unserem Tal und unserer Nachbarschaft sein.

 

Anfahrt 

Der Flurkreuzweg beginnt in Öflingen an der Wehrabrücke, in der Hörnlebergstraße und führt zum Humbel.

Weitere Seiten zum Kreuzweg 

Virtueller Kreuzweg im Internet.

Bericht über die 2007 Einweihung Flurkreuzweg.

Kontakt 

Der Kreuzweg wird von der AG Öflinger Dorf- und Wegkreuze betreut und gepflegt. Wir würden uns über Ihre Mitarbeit bei der Pflege des Kreuzweges sehr freuen.

Wenn Sie die Arbeit der AG Öflinger Dorf- und Wegkreuze finanziell unterstützen möchten, können Sie dies über das Spendenkonto Dorf- und Wegkreuze, Konto Nr. 22 204 697 Sparkasse Hochrhein Wehr (BLZ 684 522 90) tun. Dafür schon jetzt ein herzliches vergelt s Gott.

Kontakt:
Werner Probst, Tel./Fax 07761-3350
Günther Thomann, Tel. 07761-93 67 33, E-Mail: mg.thomann@t-online.de


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