St. Ulrich in Öflingen

 

Hochaltar

 
 
Der Hochaltar wurde 1903 aus Kiefern- und Lindenholz im gotischen Stil von Franz Josef Simmler, Werkstatt für kirchliche Arbeiten in Offenburg, geschaffen. Gestiftet wurde er "zur Ehre Gottes" von Carl August Hipp und Ehefrau (Mitbegründer der heutigen Brennet AG).
Die eingemauerten Reliquien stammen von den Märtyrern Sebastian und Faustus.
 
 
 
In der Altarmitte von oben nach unten ist ein Bildnis von Gottvater, ein Kruzifix und der Tabernakel. Die Bilder der Außenflügel des Flügelaltars sind nach liturgischer Vorschrift nur im Advent und der Fastenzeit sichtbar. Sie zeigen die Verkündigung und die Heimsuchung (in Öl auf Leinwand gemalt und signiert mit "J. Schultis 1913")
Die Figuren der Innenflügel: der Heilige Fridolin als Abt, der Heilige Ulrich von Augsburg mit Fisch; der Heilige Wolfgang und der selige Markgraf Bernhard von Baden, der neben Konrad von Konstanz der Patron des Erzbistums Freiburg ist.
Die Außenflügel: Aufopferung Jesu im Tempel und die Anbetung der Heiligen Drei Könige
 
 

 

Der Altartisch

Im Altartisch(Mensa) sind sieben Glasmosaiken der Offenburger Glasmosaikwerke eingelassen, die 1904 erstellt wurden. Sie stellen die sieben Sakramente dar: (v.r.n.l.) Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung, Buße, Eucharistie, Firmung, Taufe.
 
 

 

Glocken

 

St. Michael

 
 
1476 kg gestimmt in ES
 
"St. Michael bin ich benannt
ruf weit hinaus ins Land
kommt gläubig, singt und preist
Gott Vater, Sohn und Hlg. Geist."
 

Jesus

 
 
610 kg gestimmt in AS
 
"Jesus ist mein Nam!
weil von ihm der Glaube kam
jeder meiner Töne spricht
Hochgelobt sei Jesus Christ."
 

Maria

 
 
405,5 kg gestimmt in B
 
"Maria bin ich genannt
ruf ihr Lob in Stadt und Land
Muttergottes bitt für uns
Jetzt und in der letzten Stund."
 

Josef

 
 
302 kg gestimmt in C
 
Hl. Joseph, der Kirche und Deutschlands Patron            
Bitt für uns bei Jesus deinem
Pflegesohn
 

St. Ulrich

 
 
1040 kg gestimmt in F
 
"St. Ulrich halt uns treue Wacht,
schütz Land und Leut' bei Tag und Nacht!
Rein wie dein Ton sei unser Herz,
stark wie dein Klang in Freud und Schmerz!"
 
Auf der gegenüberliegenden Seite:
"Und nun Glocke auf luftigen Höh'n,
versieh´ deinen heiligen Dienst!
Mahn die Christen, zur Kirche zu geh'n,
zum eign'en ew'gen Gewinn!"
 
 
 

 

Chorfenster

 
 
Die beiden bunten Chorfenster wurden von Lütz & Lempt, Glasmalerei, Konstanz, 1903 gefertigt und bestehen aus buntem Glas in Bleifassung.
Das linke Fenster zeigt St. Elisabeth und St. Barbara, das rechte die Heiligen Paulus und Petrus.
 
Alle anderen Fenster stammen auch aus derselben Werkstatt. Sie hatten eine Musterverbindung mit gemalter Borde und bestanden aus Glas mit Bleifassung.
 
1981 wurden sie wegen der Wärmeisolierung durch doppelt verglaste Fenster ersetzt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden auch die teilfarbenen Fenster im Langhaus entfernt. Sie bestanden aus rechteckigen - rot, blau, grün, gelb - Glasscheiben von unten bis zur Oberkante des Kreuzweg. Dadurch wurde der Blick auf die Kreuzwegbilder nicht geblendet. Diese Fenster entstanden auf Vorschlag von Hermann Anton Bantle (Maler des Kreuzweges) und Dr. Albert Hackelsberger (1925 - 1938 Generaldirektor der Firma J. Weck & Co. In Öflingen) stiftete sie.
 
 
 

 

Heiligen Figuren

 

Der Heilige Antonius

 
 
Der Heilige Antonius in Mönchskutte mit dem Jesuskind auf dem linken Arm reicht einem knienden Bettler einen Laib Brot. Die Statue steht heute rechts vom Hauptportal. Sie ist 1903 aus Terrakotta hergestellt und wurde von Frau Thomann - von der Gaststätte "Zum Kreuz" in Brennet gestiftet.
Schutzpatron von Padua und Portugal, gilt er als Patron der Liebenden, der Ehe, der Bergleute, der Pferde, der Bäcker und als Helfer gegen Unfruchtbarkeit. Im Volk wird er als Wundertäter und Helfer der verlorenen Sachen verehrt.
 

Der Heilige Bruder Konrad

 
 
Der Heilige Bruder Konrad im Mönchsgewand betrachtet das Kreuz. Die Statue ist aus Holz gefertigt. Am 22.12.1818 in Parzham (Niederbayern) geboren, als Sohn eines Bauern. 1849 trat er in das Kapuzinerkloster St. Anna in Altötting ein.
Seit 1852 versah er dort 42 Jahre lang in liebevoller Aufopferung den Posten als Pförtner und zeichnete sich durch Liebe zu den Kindern und Hingabe für die Armen aus. In ganz besonderer Weise verehrte er die Leiden Christi am Kreuz und zog daraus die Kraft für seinen unermüdlichen Liebesdienst - nach eigener Aussage war im die Betrachtung des Kreuzes Schule für sein Leben. Aus diesem Grund wird er meist das Kreuz betrachtend dargestellt.
 

Anfahrtsweg 

 
Die Pfarrkirche St. Ulrich liegt direkt im Ortskern von Öflingen in der Nähe der sogenannten Schwanenkurve, gegenüber von Schule und ehemaligen Rathaus. Durch Ihre Lage und die große Freitreppe vor der Kirche ist sie kaum zu verfehlen.
 
Auf einer höher gelegenen Terrasse oberhalb der Pfarrkirche St. Ulrich, aber direkt von der Kirche her erreichbar, befindet sich auch der Friedhof von Öflingen.