Taufe
Der Taufritus
Die Taufe ist das erste der drei sogenannten Initiationssakramente der Kirche. Denn durch die Taufe werden wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und zugleich als Kind Gottes angenommen. Der Taufritus beinhaltet eine große Fülle an Symbolen und Elementen, die verdeutlichen sollen, was in der Taufe eigentlich geschieht. Das zentrale und wichtigste Element ist das dreimalige Übergießen des Täuflings mit geweihtem Wasser. Die Taufformel lautet dabei: „NN,
ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Das Übergießen des Täuflings mit Wasser ist zunächst ein Zeichen dafür, dass der Täufling mit Christus stirbt. Das Herausheben aus dem Taufbecken symbolisiert, dass der Täufling mit Christus aufersteht. Nach der Taufe ist der Täufling daher ein „neuer Mensch“, der für immer in die Beziehung mit Christus hineingenommen ist. Er ist nun Mitglied der Kirche und gehört zu der Gemeinschaft der Gläubigen. Als vollwertiger Christ darf er alle weiteren Sakramente empfangen. Das griechische Wort für taufen – „baptizein“ – heißt übrigens auf Deutsch „untertauchen“. Die Kindertaufe ist in der katholischen Kirche allgemein üblich. Selbstverständlich können aber auch Jugendliche und Erwachsene getauft werden. Der ursprünglichste Tauftermin ist die Osternacht, natürlich wird die Taufe heute auch in anderen Gottesdiensten oder separaten Tauffeiern gespendet.
Das Taufsakrament wird durch einen Priester oder Diakon gespendet; in Notfällen kann es auch von jedem anderen Menschen gespendet werden (Nottaufe).
Bei der Taufe gießt der Taufspender geweihtes Wasser dreimal über den Kopf des Täuflings und spricht die Taufformel: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Zuvor ist der Täufling nach seinem Glauben gefragt worden. Im Falle der Kindertaufe bekennen die Eltern und Taufpaten
ihren Glauben, nachdem sie für das Kind die Taufe erbeten und sich zu ihrer Aufgabe bekannt haben, das Kind im katholischen Glauben zu erziehen. Dann melden Sie sich auf einem der drei Pfarrbüros. Für die Taufanmeldung legen Sie bitte die Geburtsurkunde Ihres Kindes vor, für die Paten eine Patenbescheinigung (Nachweis der Zugehörigkeit zur kath. Kirche, zu erhalten im Pfarrbüro der Wohnsitzgemeinde der Patin/des Paten). Tauftermine sprechen wir jeweils einzeln ab. Für bis zu drei Kindern wird die Taufe in einer gemeinsamen Tauffeier gespendet.
Oft findet die Tauffeier im Anschluß an die Sonntagsmesse statt oder am Samstag 14 Uhr, natürlich auch gerne im Gemeindegottesdienst.
Das Taufgespräch findet mit dem Taufspender persönlich statt. Dort können Sie alle Ihre Fragen zur Gestaltung der Tauffeier stellen.
Traditionell geben Sie Ihrem Kind einen Taufspruch mit auf seinen Lebensweg.
An dieser Stelle möchten wir Sie auf Elternbriefe du + wir aufmerksam machen. Dies ist eine Initiative der katholischen Kirche. Neben der Webseite gibt es auch eine App.
Wenn Sie sich für die Taufe als Erwachsener interessieren wenden Sie sich an unsere Gemeindereferentin Carmen Horvatic.
Immer wieder haben Menschen auch im Erwachsenenalter den Wunsch nach der Taufe. Wir begleiten die Taufbewerber gerne auf dem katechumenalen Weg und bereiten sie auf ihre Taufe vor. Auch hier benötigen wir Ihre Geburtsurkunde.
Wussten Sie dass...
... die Taufe ökumenisch anerkannt ist?
Das heißt, alle christlichen Kirchen gegenseitig die Taufe als Sakrament anerkennen.
... das Sakrament der Taufe "unauslöschlich" ist?
Das heißt, was auch immer ein Mensch in seinem Leben tut, er wird nie seine Würde als Getaufter verlieren - auch wenn er aus der Kirche austritt.
... das Wort "Taufe" sich von "eintauchen" herleitet?
Früher wurde man im Taufbecken vollständig untergetaucht; das Wiederauftauchen - der erste Atemzug - symbolisiert das neue Leben in der Gemeinschaft mit Christus.
